„Salam alaikum, Tripolis“

Manos Radisoglou sucht Flüchtlingsboote im Mittelmeer – von oben, als Pilot der Moonbird. Aus dem kleinen Überwachungsflugzeug sieht er, wo Hilfe nötig ist, und organisiert Rettungsschiffe. Über einen Mann, der gegen das Sterben kämpft.

Ausschnitt: Es ist noch dunkel, als Radisoglou und Neugebauer die Propellermaschine aus dem kleinen Hangar ziehen. Im Hintergrund dröhnen die Turbinen der großen Passagierflieger, die Lichter der Startbahn blinken. Radisoglou streift die Schutzhülle vom Motor und dreht am Propeller. Routinecheck vor dem Start.

Seit Tagen ist kein Schlauchboot mehr gesichtet worden. Doch heute soll es ein klarer Tag werden. Die Wellen sind niedrig, der Wind weht auf das Meer hinaus. Gute Bedingungen für die Schlepper. „Die haben Druck, die Lager leerzukriegen“, sagt Radisoglou und streift sich seinen orangefarbenen Anzug über, darüber eine Schwimmweste. „Kann sein, dass heute etwas los ist.“ Im Cockpit lehnt sich Radisoglou zurück, setzt seine Fliegerbrille auf: „Malta Tower, we are ready for departure.“ Der Motor heult auf, Minuten später ist die Maschine über dem offenen Meer.

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