Alexander Rupflin

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»Die Wahrheit liebt die Fantasie.«

Alexander Rupflin wuchs bei Rosenheim auf. Er studierte Jura (mit Schwerpunkt Kriminologie). Er besuchte die Reportageschule. Als Reporter schreibt er für verschieden Zeitungen und Zeitschriften.

2015 wurde sein Theaterstück „Mutter“ mit dem Augsburger Dramatikerpreis ausgezeichnet. 2019 war er zusammen mit Ruth Fulterer mit dem Stück „Ich hatte nichts und wollte viel“ für den Osnabrücker Dramtatikerpreis nominiert.

Er ist Mitglied des multimedialen Theaterensembles Bluespotsproduction, für das er mehrere Stücke konzipierte und zum Teil inszenierte. Gerade hat er seinen Debütroman „Im Raum“ beendet. Vertreten wird er von der literarischen Agentur Kossack.

Geschichten

Interview

Literatur und Reportage, wie soll das funktionieren?

Ich verstehe den Widerspruch nicht. Beides versucht sich in Wahrheitssuche und am Anfang steht jeweils eine Frage. Der Reporter sucht darauf die Antwort. Der Literat stellt hingegen die nächste Frage. Das ist alles. Oder nicht?

Gib zu, am Ende denkst du dir auch deine Reportagen einfach aus.

Die Wahrheit liebt die Fantasie. Die Reportage funktioniert aber nur, wenn sie auf Tatsachen beruht. Der Leser muss vertrauen können, dass das, was geschrieben wurde, geschehen ist. Sonst ist die Reportage wertlos. Auch keine Prosa. Sondern Kitsch.

Du schreibst deine Reportagen gern in der 1. Person. Weil’s so fancy und nach Pop klingt, gell?

Während einer Recherche begegne ich Menschen, trete in Situationen ein und schaffe sie. Warum soll ich nicht offenbaren, dass ich Teil der Szenerie bin? Ein Großteil meiner Eindrücke sind subjektiv. Zum Anspruch an Wahrhaftigkeit gehört die Betonung des Subjektiven, sonst besteht die Gefahr der verfälschenden Verallgemeinerung.

Ach komm, du bist einfach pervers egozentrisch.

Wenn damit gemeint ist: „Ich schreibe aus mir heraus“ – dann ja. Meine Erinnerungen an das Erlebte sind Bilder. Sprache verstehe ich als Bilder, konkret und abstrakt, und da beides etwas sehr individuelles ist, komme ich nicht ohne einen Teil von mir aus.

Woher kommt der Hang, über Verbrecher und soziale Randfiguren zu schreiben?

Wo der Rand liegt, ist eine Frage der Perspektive. Es geht ums Wesentliche. Das ist Existenzialismus, Punk und natürlich Romantik. Alles dreht sich um Beziehung zu Menschen, um Träume und Ängste. Vor allem aber um Respekt. Den bekommt man, sobald man sich mit Menschen und ihren Situationen identifiziert.

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